Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Sekunden fehlten zur Überraschung

Deutscher Meister siegt glücklich gegen die ersatzgeschwächten RECKEN mit 29:28

Das letzte Quäntchen Glück fehlte dem Handball-Bundesligisten TSV Hannover/Burgdorf im Auswärtsspiel beim amtierenden Deutschen Meister SG Flensburg/Handewitt bei der sehr unglücklichen 28:29 (12:14)-Niederlage. Damit bleiben die Flensburger verlustpunktfrei, die Burgdorfer fallen mit 6:8 Zählern auf den siebten Tabellenrang zurück. Nach dem glücklichen Sieg feierte das SG-Team den Sieg wie den Gewinn der Champions-Leaque. Dabei mussten die RECKEN gleich auf fünf verletzte Stammspieler verzichten. Trotzdem begannen sie äußerst konzentriert und führten in der 19. Minute mit 9:6 und lagen zur Pause mit 12:14 zurück. TSV-Trainer Carlos Ortega hatte sich etwas besondere einfallen lassen und nahm bei eigenen Angriffen stets den Torwart raus und stürmte mit sieben Akteuren. Damit kam die SG überhaupt nicht zurecht. Ziel der SG war es, mit Tempohandball die TSVer müde zu spielen. Doch dies gelang nicht, obwohl die Flensburger in der 44. Minute mit 23:20 nach vorn gingen. Aber die RECKEN ließen nicht nach und kämpften verbissen und glichen in der 52. Minute zum 25:25 aus. Jetzt folgte ein offener Schlagabtausch, es war nicht zu erkennen, wer der Meister und wer der Außenseiter war. Als der überragend Fabian Böhm in der 53. Minute zum 26:26 ausglich, erzielte der starke Nejc Cehte in der 57. Minute die erneute RECKEN-Führung zum 27:26. Es blieb dramatisch, die Gastgeber gingen wieder mit 28:27 in Führung, doch Cehte glich erneut aus. Nach 59.23 Minuten traf Hampus Wanne per Kempa-Trick zum glücklichen 29:28 für Flensburg, und die TSVer hatten den Ball. Der bis dahin eingewechselte SG-Keeper Torbjoern Bergerud parierte Sekunden vor der Schlusssirene zweimal, den letzten Ball von Fabian Böhm, der bis dahin acht Treffer erzielte hatte. Schade, ein Punkt wäre hoch verdient gewesen. Bedenken muss man allerdings, dass die TSV-Torhüter diesmal nicht ihren stärksten Tag hatten, aber teilweise auch allein gelassen wurden. In Halbzeit eins gab es gerade einmal drei Paraden der beiden Keeper Ziemer und Lesjak. Pech zudem, dass zwei Siebenmeter nicht verwandelt wurden und es insgesamt 19 Fehlwürfe gab.

Stimmen zum Spiel:

Fabian Böhm, TSV-Spieler: „Am Ende hat uns wohl etwas die Kraft gefehlt, denn viele mussten durchspielen. Zuletzt haben Nuancen entschieden, die letzte Minute hat die Partie entschieden.“

Maik Machulla, SG-Trainer: „Wir müssen tief durchatmen und haben gekämpft wie die Löwen. Das 7 gegen 6 ist langweilig, dadurch sind wir nicht in unseren Rhythmus gekommen. Auf der anderen Seite hat Morten Olsen im Spiel der Gäste immer die richtigen Entscheidungen getroffen.“

Iker Romero, Kotrainer der RECKEN: „Wir haben alles gegeben, aber die letzte Minute hat die Partie entschieden. Ich habe gesehen, unser ersatzgeschwächtes Team trotzdem Hunger und Spass.“

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Lesjak – Böhm (8 Tore), Kastening (6/6), Cehte (5), Brozovic (4), Ugalde (4), Olsen (1), Thiele, Lehnhoff, Krone, Srsen, Donker, Feise. (r)

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