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Handball - Die Recken

Alles gegeben gegen die Löwen

RECKEN verpassen ersten Pokalsieg nach 26:30-Niederlage

Die TSV Hannover-Burgdorf hat den ersten Titel der Vereinsgeschichte verpasst. Im Finale beim REWE Final Four unterlagen DIE RECKEN den Rhein-Neckar Löwen mit 26:30  (11:13). Vorwerfen lassen kann sich die Mannschaft von Trainer Carlos Ortega aber nichts, am Ende hat die individuelle Klasse von Spielmacher Andy Schmid, der in der zweiten Halbzeit zu großer Form auflief, den Unterschied gemacht.

Es dauerte rund vier Minuten; ehe Timo Kastening den Torreigen in der Partie per Tempogegenstoß eröffnete. Ähnlich wie im Halbfinale gegen Wetzlar zeigte sich die Abwehr der RECKEN zu Spielbeginn hellwach und Martin Ziemer konnte die ersten Würfe der Rhein-Neckar Löwen erfolgreich entschärfen. Allerdings taten sich auch die Niedersachsen in der Anfangsphase schwer, klare Wurfchancen zu erspielen, so dass sich eine kampfbetonte, von den Abwehrreihen bestimmte Begegnung entwickelte.

Gegen Mitte der ersten Hälfte häuften sich aber die technischen Fehler auf Seiten der RECKEN, die zudem im Angriff teilweise zu schnell und zu unvorbereitet den Abschluss suchten. Der hohe Favorit machte es besser und konnte sich dank eines 7:0 Laufes mit 10:4 (19.) absetzen. Die Niedersachsen mussten jetzt aufpassen, nicht zu früh den Anschluss zu verlieren, so dass Carlos Ortega mit einer zweiten Auszeit reagierte und versuchte, seine Mannschaft neu einzustellen.

DIE RECKEN zeigten in der Abwehr weiterhin eine couragierte Vorstellung, taten sich aber im Angriff extrem schwer, den Löwen-Riegel zu durchbrechen. Trotzdem gaben die Niedersachsen weiterhin alles und schafften es in der Schlussphase der ersten Halbzeit auch wieder, Duftmarken zu setzen. Das Angriffsspiel funktionierte jetzt deutlich erfolgreicher und dank eines weiteren Treffers von Mait Patrail gingen DIE RECKEN nur mit einem knappen Rückstand von 11:13 in die Halbzeit.

In der zweiten Spielhälfte gab es kein langes abtasten, denn Mads Mensah Larsen und Timo Kastening besorgten die ersten Treffer für ihre Farben. DIE RECKEN bissen sich jetzt weiter fest – Kastening besorgte per Tempogegenstoß den Anschluss und in der Folge hatten die Niedersachsen sogar die Chance zum Ausgleich. Ein Wurf unter großer Bedrängnis von Fabian Böhm ging aber knapp am Kasten vorbei und Andy Schmid brachte die Löwen wieder zwei Tore in Front.

DIE RECKEN hatten in dieser Phase erneut Schwierigkeiten, aus dem aufgebauten Angriff zum Torerfolg zu kommen. Ortega reagierte und ließ in der Folge mit zwei Kreisläufern spielen, was dem RECKEN-Angriff sofort richtig gut tat. Allerdings konnten sich die Löwen in diesen Minuten auf ihren Spielmacher Schmid verlassen, der mit seinem vierten Treffer in Serie das 18:15 für seine Farben markierte.

Erneut schien das Spiel zu Gunsten der Löwen zu kippen, die durch Larsen auf 19:15 (43.) erhöhten. Aber DIE RECKEN gaben sich noch nicht geschlagen und konnten durch Kai Häfner und den starken Timo Kastening auf 20:17 verkürzen. Allerdings gelang es den Niedersachsen in dieser Phase zum ersten Mal beim gesamten REWE Final Four nicht, die Abwehr stabil zu kommen. Die Löwen konnten ihre Treffer zu einfach erzielen und sahen beim 22:17 (48.) wie der sichere Sieger aus.

Beide Teams wählten in der Schlussphase im Angriff die Option des siebten Feldspielers. Die Löwen blieben weiterhin wahnsinnig effektiv und hatten in Schmid den Hauptdarsteller in ihren Reihen, der von der RECKEN-Abwehr nicht mehr in den Griff zu kriegen war. Die Niedersachsen blieben zwar im Angriff ebenfalls erfolgreich, aber ohne die nötigen Ballgewinne durch die Abwehr konnten sie den Löwen bis zum Spielende nicht mehr wirklich gefährlich werden. Insgesamt 17 Fehlwürfe waren gegen die Löwen wohl doch zu viel.

TSV Hanover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Patrail (6 Tore), Kastening (6), Häfner (6), Pevnov (5), Olsen (1), Mortensen (1/1), Böhm (1), Thiele, Lehnhoff, Atman, Karason. (RECKEN)

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