Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Erst zum Schluss verloren die RECKEN ihre Linie

Gegen den Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen gab es eine recht unglückliche 23:26-Niederlage

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat sich stark ersatzgeschwächt gegen den amtierenden deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen verkauf, musste sich aber vor 8952 Besuchern mit 23:26 (13:14) geschlagen geben. Da tröstet es auch wenig, dass wesentlich mehr möglich war. Immerhin musste TSV-Trainer Carlos Ortega auf die verletzten Pavel Atman, Mait Patrail, Torge Johannsen und Rune Karason verzichten. So standen im Kader der TSVer mit Jannes Krone, Joshua Thiele, Malte Donker und Hannes Feise vier Akteure aus dem Perpektivkader der TSVer. Trotzdem war es lange Zeit ein ausgeglichenes Spiel. In der ersten Halbzeit lagen die RECKEN sogar zweimal beim 4:2 und 13:11 mit zwei Treffern vorn. Überragend in Halbzeit eins war Morton Olsen, der vor den Augen von Löwen-Trainer und seinem Nationalcoach Nikolaj Jacobsen zu großer Form auflief. Immer wieder brachte er seine Mannschaftskollegen in starke Wurfmöglichkeiten. Auch Fabian Böhm zeigte seine Klasse mit insgesamt acht Treffern.

Aus dem 13:14 zur Pause fielen die TSVer bis zur 38. Minute auf 14:17 zurück, egalisierten diesen Rückstand jedoch innerhalb von vier Minute auf 17:17. Großer Rückhalt der Burgdorfer war Torwart Malte Semisch mit insgesamt 15 Paraden. In der 51. Minute glich Böhm erneut einen Zwei-Tore-Rückstand zum 21:21 aus. Es bahnte sich eine riesige Überraschung an. Doch plötzlich spielten die Nerven nicht mehr mit. Nachdem nacheinander Brozovic, Olsen, Böhm und Kastening völlig frei vergaben, schlug der deutsche Meister zu. Es dauerte genau acht Minuten und es stand entscheidend 25:21 für den  Favoriten aus Mannheim. Das war natürlich trotz starker Leistung nicht mehr aufzuholen.

Bei den vielen verletzten Spielern hätte alles zusammenpassen müssen. Aber ausgerechnet der ansonsten so torgefährliche Kai Häfner hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Von seinen neun Versuchen traf er lediglich einmal ins Tor, das war zu wenig. Auch Häfner muss man solche Spiele zugestehen, er hat die TSVer oftmals zum Sieg geworfen. Aber diesmal fehlten eben seine Tore. Ähnlich erging es Timo Kastening, der viermal völlig allein vor dem Tor am starken Löwen-Keeper Palicka scheiterte. Dazu kam noch, dass Abwehrchef Sven-Sören Christophersen sich in der 54. Minute verletzte und ebenfalls zum Zusehen verurteilt war. Es passte zum Schluss leider nicht viel zusammen.

Stimmen zum Spiel:

Nicolaj Jacobsen, Trainer der Löwen: „Ich weiß nicht, ob der Sieg für uns verdient war, die TSVer haben clever gespielt. Wir haben nicht das gemacht, was wir wollten, letztlich hat uns unser Torwart Palicka gerettet. Erst ganz zum Schluss haben wir Lösungen gefunden.“

Andy Schmid, Spielmacher der Löwen: „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Die Partie stand bis zur 50. Minute auf des Messers Schneide.“

Fabian Böhm, TSV-Spieler: „Wir haben lange Zeit sehr stark gespielt, dann aber zu viele Chancen liegen gelassen. Wir sind zu oft mit freien Bällen an Palicka gescheitert. Wir haben 60 Minuten gekämpft, aber es langte nicht.“

TSV Hannover-Burgdorf: Semisch, Ziemer – Böhm (8), Mortensen (6/3), Brozovic (3), Olsen (2), Kastening (2/1), Pevnov (1), Häfner (1), Thiele, Lehnhoff, Krone, Donker, Feise, Christophersen.

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