Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

„Wir brauchen unsere allerbeste Qualität“

RECKEN treffen am Ostersonntag auf den starken MT Melsungen

Bislang ist Handball-Bundesligsiet TSV Hannover-Burgdorf in der heimischen RECKEN-Festung in dieser Saison noch ohne Niederlage geblieben. Lediglich Frisch Auf! Göppingen gelang es, einen Punkt aus der TUI Arena zu entführen. Am Ostersonntag wird die Heimstärke der RECKEN aber auf eine harte Probe gestellt, denn mit der MT Melsungen kommt eine Topmannschaft in die Arena (Anwurf 15.00 Uhr, live bei Sky). „Wir brauchen unsere beste Qualität, wenn wir die Punkte holen wollen. Zuhause fühlen wir uns aber sehr wohl, daher bin ich optimistisch“, sagt Trainer Carlos Ortega vor dem Topspiel.

Positiv stimmt den Spanier, der nach überstandener Grippe wieder vollständig genesen ist, vor allem auch der deutliche Sieg im vergangenen Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg, in dem DIE RECKEN nicht nur in der Abwehr und auf der Torhüterposition glänzten, sondern auch im Angriff angeführt durch Pavel Atman und Fabian Böhm positive Akzente setzten. „Es ist für unsere Leistung wichtig, dass wir auf alle Spieler mit ihren unterschiedlichen Qualitäten zählen können“, sieht Ortega in der Breite des Kaders einen wichtigen Erfolgsfaktor.

Die vielen Trümpfe müssen die Ortega-Schützlinge unbedingt am Sonntag ausspielen, denn die Qualität bei der MT Melsungen ist enorm hoch. Die Nordhessen wurden nach den Transfers von Finn Lemke, Tobias Reichmann und Julius Kühn im Sommer von vielen Experten verständlicherweise als Anwärter auf einen Platz in der Champions League gehandelt. Durch häufiges Verletzungspech befinden sich die Melsunger aktuell, mit sechs Punkten Rückstand auf DIE RECKEN, auf dem siebten Tabellenplatz und hinken den Erwartungen ein wenig hinterher. „Das ist ein direktes Duell im oberen Tabellendrittel und kann am Ende den Unterschied in der Platzierung ausmachen. Daher wollen wir die Punkte unbedingt in der RECKEN-Festung behalten“, sieht Rechtsaußen Torge Johannsen ein richtungweisendes Spiel auf die Niedersachsen zukommen.

Der Linkshänder, der unter der Woche seinen Vertrag bei den RECKEN um ein Jahr verlängert hat, weiß aber um die Schwere der Aufgabe. „Wir wissen, dass wir auf eine massive Abwehr treffen werden, die es entsprechend clever zu bespielen gilt. Unser Steckenpferd ist mittlerweile aber auch die Defensive. Wenn wir es da schaffen, in unsere Komfortzone zu kommen, dann fällt auch das Angriffsspiel leichter“, sieht Johannsen einen Siegschlüssel in der eigenen Abwehrarbeit.

Auf die 6:0-Deckung der RECKEN um Abwehrchef Sven-Sören Christophersen wird am Sonntagnachmittag wohl Schwerstarbeit zukommen, denn in Julius Kühn stellt Melsungen den besten Feldtorschützen der gesamten DKB Handball-Bundesliga mit seinen bisherigen 160 Treffern. „Kühn wirft die einfachen Tore, aber es gibt viele andere Spieler, die ebenfalls eine hohe Qualität mitbringen und auf die wir aufpassen müssen“, weiß Carlos Ortega, der beim beeindruckenden 27:16 Erfolg der Nordhessen über den TuS N-Lübbecke am vergangenen Sonntag registriert hat, dass sich die Personallage bei der MT deutlich verbessert hat, während die Niedersachsen in Dominik Kalafut einen sicheren Ausfall sowie bei Mait Patrail und Rúnar Kárason noch zwei Fragezeichen zu verzeichnen haben. Aufpassen müssen die TSVer zuddm auf die torgefährlichen Tobias Reichmann (91/29 Treffer) und Michael Allendorf (84/34). Zudem stehen mit Johan Sjöstrand und Nebojsa Simic zwei hervorragenden Torhüter im Team von Trainer Michael Roth.

Nach der bitteren 29:31-Hinspielniderlage in Kassel im Hinspiel starteten die Burgdorfer eine Erfolgsserie von 23:3-Punkten ohne Niederlage.

Auf jeden Fall wird den RECKEN wieder eine große Fanunterstützung in der TUI Arena gewiss sein, denn 5300 Tickets waren bereits bis Mittwoch im Vorverkauf abgesetzt. Mit den heimischen Zuschauern im Rücken haben Kapitän Kai Häfner und Co. bereits gegen Berlin, Flensburg, Kiel und Magdeburg bewiesen, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Sollte dies den RECKEN auch gegen die MT Melsungen gelingen, dann liegt es im Bereich des Möglichen, dass die Niedersachsen auch nach Ostersonntag weiterhin ungeschlagen in der RECKEN-Festung sind. (r/RECKEN)

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