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Handball - Die Recken

45 starke Minuten reichen zum Erfolg

RECKEN setzen sich beim TV Hüttenberg gleich mit 29:19 durch - Super-Atman „blüht" auf

Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf ist der sechste Auswärtssieg in der Saison 2017/18 gelungen. Beim TV Hüttenberg setzten sich DIE RECKEN am Ende mit 29:19 (13:10) durch. Nur in den ersten 15 Minuten taten sich die Niedersachsen nach einem 3:7-Rückstand sehr schwer, ehe sie die Partie Stück für Stück in die richtige Richtung lenken konnten. Die Entscheidung erzwangen DIE RECKEN ab der 40. Spielminute, als sie aus einem 15:14 Vorsprung mit neun Toren in Folge ein 24:14 machten. „Die Abwehr und die Torhüterleistung war heute der Schlüssel für uns. Das waren sehr wichtige Punkte für uns, vor allem auch um das Selbstvertrauen zurückzubekommen und das nächste schwere Spiel gegen die MT Melsungen vorzubereiten“, bewertete Trainer Carlos Ortega die Partie.

Vor allem die Eingewechselten Pavel Atman, Fabian Böhm und Sven-Sören Christophersen überzeugten im Dress der RECKEN. Zudem zeigte Torhüter Malte Semisch eine bärenstarke Leistung mit unglaublichen 19 Paraden und entwickelte sich zu einem wichtigen Rückhalt für seine Vorderleute. „Ich bin froh, dass wir heute gewonnen haben, da uns dies in den letzten beiden Auswärtsspielen nicht gelungen ist“, erklärte Semisch.

DIE RECKEN brauchten in der Sporthalle Gießen-Ost eine gewisse Anlaufzeit, ehe sie so richtig in Schwung kamen. Der TV Hüttenberg agierte zunächst deutlich schwungvoller und zielstrebiger, während die Niedersachsen die nötige Bewegung im gebundenen Angriffsspiel vermissen ließen, um die offensive Abwehr der Mittelhessen auszuhebeln. „Bei uns hat die Zeitumstellung auf die Sommerzeit heute eine Viertelstunde gedauert“, merkte Geschäftsführer Benjamin Chatton an.

In der Abwehr waren DIE RECKEN ebenfalls nicht direkt auf Betriebstemperatur, konnten sich aber auf die Paraden von Malte Semisch verlassen, der seine Vorderleute ein ums andere Mal retten konnte und so einen größeren Rückstand verhinderte. Trotzdem gerieten die Niedersachsen zunächst mit 3:7 ins Hintertreffen, ehe allmählich ein Ruck durch die Mannschaft ging. „Wir haben gar nicht so schlecht gestanden, aber vorn zunächst die falschen Entscheidungen getroffen“, kommentierte Kreisläufer Evgeni Pevnov die Anfangsphase.

Carlos Ortega reagierte im Angriff und in der Abwehr und wechselte neues Personal ein, was sich in der Folge auszahlen sollte. Vor allem die Hereinnahme von Pavel Atman und Fabian Böhm sorgten dafür, dass DIE RECKEN mit mehr Tempo im Angriff agierten, die Zweikämpfe deutlich häufiger für sich entscheiden konnten und sich klarere Wurfchancen erarbeiteten. Zudem sorgte die Einwechslung von Sven-Sören Christophersen im Mittelblock für zusätzliche Stabilität in der 6:0-Deckung. DIE RECKEN provozierten jetzt immer mehr Fehler bei den Gastgebern und konnten beim 10:9 (25. Minute) zum ersten Mal in Führung gehen. Bis zur Pause wurde der Vorsprung auf 13:10 ausgebaut, vor allem Casper Mortensen konnte die zahlreichen Ballgewinne zu einfachen Toren über den Tempogegenstoß nutzen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte galt es aus RECKEN-Sicht einen erneuten Kaltstart unbedingt zu vermeiden, um dem TV Hüttenberg nicht wieder zurück in die Begegnung zu lassen. Dies gelang den RECKEN aber nur bedingt, denn aus dem 14:10 durch Fabian Böhm schmolz die Führung schnell auf 15:13 zusammen und die Gastgeber bekamen die Chance, weiter zu verkürzen. Spielmacher Sklenak ließ sich nicht bitten und brachte die Hausherren auf einen Treffer (37.) heran. Mehr ließen DIE RECKEN aber zunächst nicht zu, denn Mortensen und Johannsen brachten die Niedersachsen wieder mit drei Toren in Front (40.).

Zudem konnten sich DIE RECKEN weiterhin auf die Defensive in Kombination mit Torhüter Malte Semisch verlassen und auch vorn klappte es, denn Pavel Atman blühte mehr und mehr auf. Der russische Nationalspieler besorgte mit drei Rückraumkrachern in Folge das 20:14 (46.) und es schien in dieser Phase so, als sollten die Niedersachsen die Partie jetzt endgültig unter Kontrolle zu bekommen.

Hüttenberg nahm noch eine Auszeit und versuchte mit dem siebten Feldspieler doch noch die Wende zu erzwingen. DIE RECKEN waren aber sehr aufmerksam und hellwach – Torge Johannsen und Casper Mortensen sorgten für zwei Ballgewinne und brachten den Ball im verwaisten Hüttenberger Kasten zum 22:14 unter. Damit war das Spiel spätestens zu Gunsten der RECKEN entschieden, die jetzt aber mehr und mehr Gefallen an der Begegnung fanden und durch den eingewechselten Lars Lehnhoff auf 24:14 (49. Minute) erhöhten. Der Lauf der RECKEN hielt bis zur 51. Spielminute an, ehe die Gastgeber durch zwei Treffer wieder ein Lebenszeichen sendeten.

Doch die Niedersachsen und allen voran Pavel Atman, der sowohl als Anspieler als auch als Vollstrecker glänzte, spielten die Partie bis zum Ende sauber herunter und fuhren den höchsten Auswärtssieg der aktuellen Saison ein. „Es ist gut, dass Pavel immer besser reinkommt. Jeder, der ihn im letzten halben Jahr auf seinem Weg begleitet hat, wird sich heute für ihn freuen“, lobte Geschäftsführer Benjamin Chatton den russischen Spielmacher. (RECKEN)

Statistik:

TV Hüttenberg vs. DIE RECKEN 19:29 (10:13)

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg - Sklenak (2), Worner (1), Lambrecht (2), Wernig (2/1), Rompf (1), Fernandes (1), Johannsson (2), Klein, Sicko, Roth, Mappes (5), Hofmann (1), Hahn (2), Werth.

DIE RECKEN: Ziemer, Semisch - Johannsen (3), Mortensen (8/1), Patrail (1), Pevnov (3), Lehnhoff (1), Häfner (2), Atman (5), Böhm (3), Kárason (1), Olsen, Brozovic (2), Christophersen, Kastening.

Siebenmeter:1/1 – 1/1

Strafminuten: 10:2

Schiedrichter: Hartmann /Schneider

Zuschauer: 1.749

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