Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Blamable Vorstellung der RECKEN

Das Ortega-Team müsse sich in Göppingen gleich mit 19:30 geschlagen geben

Nach 13 Spielen ohne Niederlage hat es nun auch den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf erwischt. Bei FrischAuf! Göppingen gab es für die RECKEN ein Lehrstunde, denn das Team von Trainer Carlos Ortega musste sich nach einer peinlichen Vorstellung gleich mit 19:30 (8:14) geschlagen geben. Vor der Partie hatte Göppingens Trainer Rolf Brack noch gemeint, wenn wir gewinnen, wäre es eine Sensation. Und es wurde nicht nur eine Sensation, sondern seine Mannschaft demontierte die Burgdorfer nach allen Regeln der Kunst. Zeitweise betrug der Vorsprung 13 Treffer. Es war der 5. Oktober 2017, als die RECKEN in Kassel gegen MTV Melsungen mit 29:31 die letzte Niederlage hinnehmen musste. Was in die Burgdorfer gefahren ist, daran muss gerätselt werden. Die Abwehr war eine Katastrophe, vorn lief überhaupt nichts zusammen. Das kann man auch nicht damit entschuldigen, dass kurzfristig Torge Johannsen mit muskulären Problemen passen musste und Casper Mortensen sowie Kai Häfner leicht angeschlagen in die Partie gingen. „Wir haben uns heute nicht auf Augenhöhe präsentiert und konnten nie unsere Normalform abrufen“, merkte Trainer Carlos Ortega kritisch an.  Kotrainer Iker Romero brachte es auf den Punkt: „Lieber einmal richtig als öfters nur knapp. So etwas kann mal passieren, diesmal hat nichts funktioniert. Aber bereits am Dienstag von 19 Uhr an kommt es bei uns im Pokalspiel zur Revanche. “ Skeptisch ist RECKEN-Geschäftsführer Benjamin Chatton: „Wenn wir da ähnlich spielen, haben wir keine Chance.“

Von Beginn an zeichnete sich nichts Gutes ab, denn serienweise wurden vorn die besten Bälle verworfen. Insgesamt gab 28 Fehlversuche, dazu eine Unzahl technischer Unzulänglichkeiten. Auf der anderen Seite hatte Göppingens Schlussmann Daniel Rebmann einen Sahnetag erwischt und parierte über 50 Prozent der Bälle. Bei den Gästen aus Burgdorf hatte man den Eindruck, sie spielten zeitweise ohne Keeper, Martin Ziemer und Malte Semisch fassten kaum etwas an – sieht man einmal davon ab, dass Semisch einen Siebenmeter abwehren konnte.

TSV-Torjäger Kai Häfner war noch dem Spiel bedient: „Es war eine katastrophale Leistung bei uns in allen Bereichen. Es fehlten zudem die Einstellung und der Kampf. Es lief nichts bei uns.“

Bleibt zu hoffen, dass diese peinliche Vorstellung die Ausnahme bleibt. Bei einem Sieg hätten die Burgdorfer wieder die Tabellenführung übernommen, jetzt sind sie auf Rang drei zurückgefallen.

Erfreut war auf jeden Fall  Göppingens Trainer Rolf Brack: „Ich hatte heute schon vor dem Spiel ein gutes Bauchgefühl. Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft im höchsten Maße zufrieden. Die Mannschaft hat eine sehr gute Frische und emotionale Qualität gezeigt. Die Abwehr und beide Torhüter waren sehr gut. Das Angriffsspiel lief nahezu perfekt.“

Wie gesagt, am Dienstag (6. März) von 19 Uhr an kommt es im Pokalspiel zur Revanche, da wollen die RECKEN mit einem Sieg zum ersten Mal das Final Four in Hamburg erreichen. Aber dann bitte wieder in alter Frische.

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Kastening (7/4 Tore), Pevnov (3), Lehnhoff (3), Häfner (2), Patrail (1), Böhm (1), Olsen (1), Karason (1), Mortensen, Atman, Brosovic, Kalafut, Christophersen.

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