Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Vier-Tore-Vorsprung in der 56. Minute reichen nicht

Die RECKEN holen in Flensburg mit dem 27:27 einen Punkt und verteidigen den dritten Tabellenplatz

Im letzten Punktspiel des Jahres holte in der Handball-Bundesliga die TSV Hannover-Burgdorf bei der SG Flensburg-Handewitt mit dem 27:27 (12:13) etwas überraschend einen Punkt. Damit blieben die Burgdorfer auch im zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage und festigten den dritten Tabellenplatz. Allerdings war vor ausverkaufter Halle mit 6300 Besuchern für die RECKEN wesentlich mehr möglich. Von Beginn an wechselten die Führungen, keine Mannschaft konnte sich zunächst absetzen. Noch in der 46. Minute stand es 21:21. Das Manko der Burgdorfer war die schwache Chancenauswertung, denn in den 60 Minuten verwarfen die TSVer gleich 26 Bälle. Vor allem wuchs SG-Torwart Kevin Möller über sich hinaus und brachte die Burgdorfer schier zur Verzweifelung. In der 48. Minute erzielte Casper Mortensen per Siebenmeter mit dem 23:21 die erste Zwei-Tore-Führung nach der Pause. Fünf Minuten später erhöhte Kai Häfner auf 25:22. Die Zeichen standen jetzt auf Sieg. Nach dem 23:25 trafen Morten Olsen zweimal zum 27:23-Vorsprung in der 56. Minute. Danach schienen die TSVer Angst vor der eigenen Courage zu haben, denn bis zum Schlusspfiff gelang kein Treffer mehr. Malte Semisch, der jetzt im Tor stand, rettete mit tollen Paraden immer noch eine kleine Führung. Zwei Minuten vor dem Ende verkürzten die Flensburger auf 26:27 und 30 Sekunden vor der Schlusssirene hatte Kai Häfner den Ball, vertändelte ihn aber leichtfertig. Danach lief Kentin Mahe allein auf Semisch zu und traf zum nicht mehr erwarteten 27:27-Ausgleich. Die restlichen Sekunden verstrichen und die Burgdorfer wussten nicht so recht, ob sie einen Punkt gewonnen und verloren hatten. Überragend war diesmal Kai Häfner, der gleich neun Treffer erzielte. So bleiben die RECKEN hinter den Rhein-Neckar Löwen und Füchsen Berlin auf dem dritten Tabellenplatz vor Flensburg.

Weiter geht es jetzt nach der EM-Pause am 8. Februar 2018 mit dem Heimspiel von 19 Uhr an gegen GWD Minden.

Stimmen zum Spiel

Carlos Ortega (RECKEN-Trainer): „Wir haben ein sehr gutes Spiel gegen ein großes Team gezeigt. Die letzten sechs Minuten waren unglücklich, aber ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Als wir fünf Minuten vor Schluss mit vier Treffern führten, hatten wir offensichtlich Angst vor dem Sieg – aber vor der Partie konnten wir nicht von einem Punktgewinn ausgehen.“

Benjamin Chatton (RECKEN-Geschäftsführer): „Wenn man sich über einen weiteren Punkt in Flensburg ärgert und dabei nicht am Steuer sitzt, muss der Rest relativ in Ordnung sein.“

Malte Semisch (TSV-Torwart): „Hätten uns vorher jemand gesagt, dass wir in Flensburg einen Punkt holen, hätten wir dies sicher unterschrieben. Dem Spielverlauf nach hätten wir das Ding jedoch zu unseren Gunsten schaukeln müssen. Schaden eigentlich. Wie es nun weiter geht, da wage ich keine Prognose. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel.

Maik Machulla (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „Wenn es nach den letzten fünf Minuten geht, müssen wir zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit haben wir lange Zeit stark gespielt, aber zu viele Chancen, wie drei Siebenmeter, vergeben. Dies ist eine Sache der Konzentration, es fehlt einfach der letzte Schritt. Wir belohnen uns einfach nicht und müssen wesentlich routinierter agieren.“

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Häfner (9 Tore), Olsen (6), Mortensen (5/2), Patrail (2), Pevnov (1), Böhm (1), Karason (1), Brozovic (1), Kastening (1), Lehnhoff, Kalafut, Christophersen, Johannsen.

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