Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Überragende Vorstellung der RECKEN

Ortega-Team wirft Titelverteidiger THW Kiel aus dem Pokalwettbewerb

Was war denn da los? Die 5607 Zuschauer in der TUI-Arena trauten im Handball-Achtelfinale zunächst ihren Augen nicht. Im Spiel gegen den Titelverteidiger und hohen Favoriten THW Kiel hieß es nach elf Minuten 8:0 und nach 13 Minuten 9:1 für die TSV Hannover-Burgdorf. Doch es wurde eine Partie auf des Messers Schneide, zum Schluss hatten die RECKEN dass bessere Ende für sich und gewannen nicht unverdient mit 24:22 (13:10) und zogen etwas überraschend ins Viertelfinale ein. Doch was für ein Beginn der TSVer, die Kieler wurden regelrecht überlaufen und erzielten erst in der zwölften Minute den ersten Treffer zum 1:8. Dann baute Kiels Trainer Alfred Gislason sein Team komplett um und ordnete eine offensive 3:2:1-Deckungsformation an. Dies zeigte Wirkung, denn hiermit kamen die Burgdorfer überhaupt nicht zurecht. Nach dem 9:1 durch Johannsen in der 13. Minute blieben die Hausherren sechs Minuten ohne Treffer, was die Kieler zum 6:9 nutzten. Dieser Drei-Tore-Vorsprung hatte auch beim Seitenwechsel  mit dem 13:10 noch bestand. Als danach die RECKEN elf Minuten ohne Treffer blieben, glichen die die Gäste zum 13:13 aus. Es folgte ein erbitterter Kampf auf Augenhöhe. Die erste THW-Führung gab es in der 41. Minute mit dem 15:14, drei Minuten später hieß es aus TSV-Sicht 15:17. Aufgrund der offensiven Deckung warfen die Burgdorfer in 17 Minuten lediglich zwei Treffer. Die Partie schien gekippt zu sein. Doch dann erwachte der Kampfgeist des Teams von Coach Carlos Ortega. Immer wieder glichen die Gastgeber aus und in der 53. Minute traf Morten Olsen wieder zur 21:20-Führung. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Nach einer merkwürdigen Siebenmeter-Entscheidung von Immel/Klein erzielten die Kieler den Ausgleich und in Minute 56 hieß es 22:21 für den Favoriten. Doch der alles überragende Casper Mortensen glich erneut aus und verwandelte in der 57. Minute per Siebenmeter zur 23:22-Führung. Als Malte Semisch im TSV-Gehäuse mit seiner achten Parade glänzen konnte, griffen die Burgdorfer an. Es wurde Zeitspiel angezeigt und Kai Häfner musste werfen und traf aus ungünstiger Position unten links ins Tor zum entscheidenden 24:22. Im Gegenzug traf der Schwede Niclas Eckberg nur den Pfosten und die RECKEN spielten die Partie in der letzten Spielminute ruhig runter und gewannen unter dem Jubel der Besucher und stehen im Viertelfinale. Überragend in der ersten Halbzeit war zudem Keeper Martin Ziemer mit zehn Paraden, darunter zwei Siebenmeter.

Stimmen:

Casper Mortensen (RECKEN): Ich weiß nicht was ich sagen soll. Ich habe kaum noch eine Stimme. Wir haben uns hart vorbereitet, jeder hat seinen Job gemacht. Wir sind mental sehr stark, ich bin stolz auf uns.“

Andreas Wolff (THW-Torwart): „Ich bin grenzenlos enttäuscht. Wir hatten uns zuletzt nicht mehr im Griff und hatten auch mit merkwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen zu kämpfen. Ich muss aber auch sagen, dass die RECKEN super gespielt haben und sich immer wieder heran gearbeitet haben.“

Kai Häfner (RECKEN): „Die Spiel hat uns Rückenwind durch die tollen Zuschauer gegeben. Dieser Sieg gehört zu den Topspielen im RECKEN-Trikot. Ich bin glücklich über den Sieg, da wir nach der Pause einige kritische Phase zu überstehen hatten. Aber die Halle hat die Partie noch gedreht.“

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Mortensen (10/2 Tore), Häfner (4), Böhm (3), Johannsen (2), Pevnov (2), Olsen (2), Patrail (1), Karason, Brozovic, Diebel, Christophersen. Kastening, Büchner.

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Überragende Vorstellung der RECKEN

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