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Handball - Die Recken

Die RECKEN bleiben weiterhin Spitzenreiter

Martin Ziemer hält den knappen 32:30-Sieg nach Sieben-Tore-Rückstand gegen SC Magdeburg fest

Das ist noch einmal gut gegangen. Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf bleibt in der Saison 2017/18 ungeschlagen. DIE RECKEN setzten sich gegen den starken SC Magdeburg mit 32:30 (13:17) durch. Dabei drehten die Niedersachsen einen zwischenzeitlichen sechs Tore Rückstand noch in einen Sieg und verwandelten die Life-Swiss Hall am Ende in ein Tollhaus. „Wir sind sehr glücklich. Magdeburg war lange Zeit besser, aber meine Mannschaft hat immer an sich geglaubt und ist zurückgekommen. Wir haben derzeit einen kleinen Lauf und hoffen, dass dieser noch ein wenig anhält“, freute sich Trainer Carlos Ortega. Durch den Erfolg bauen DIE RECKEN ihr Punktekonto auf 10:0 aus und bleiben weiterhin Tabellenführer in der stärksten Liga der Welt.

Das Derby hielt das, was es vor dem Spiel versprochen hatte. Beide Mannschaften schenkten sich überhaupt nichts und gingen direkt mit hoher Intensität zur Sache. Bis zum 4:2 in der Anfangsphase schienen DIE RECKEN den Schwung aus den vergangenen vier Spielen mitnehmen zu können. Doch die Gäste hatten sich sehr gut auf den RECKEN-Angriff eingestellt und es wurde für die Niedersachsen zunehmend schwerer, sich durchzusetzen und Tore zu erzielen. „Magdeburg hat einen sehr guten Job in der Abwehr gemacht“, erkannte Carlos Ortega die Leistung der Bördestädter an, die sich im ersten Spielabschnitt mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr Vorteile erarbeiteten. Allerdings war in dieser Phase zahlreiche Fehlwürfe zu verzeichnen, bis zur 15. Minute derer zehn – etwas viel.

In der Abwehr hatten es DIE RECKEN zudem sehr schwer, den nötigen Zugriff auf die Magdeburger Rückraumachse um Mads Christiansen, Marko Bezjak und Michael Damgaard zu bekommen. „Fast alle Aktionen gingen von Bezjak und Damgaard aus, da hatten wir lange Zeit große Probleme mit“, analysierte Ortega. Folgerichtig gingen die Gäste mit 14:8 in Front und hielten diesen Vorsprung auch bis zur Pause.

Die letzte Szene vor dem Halbzeitpfiff sollten den RECKEN aber ein Mutmacher sein, denn Martin Ziemer spielte nach einer Parade einen sehenswerten Gegenstoßpass auf Casper Mortensen, den dieser halb im Fallen zum 13:17 Halbzeitstand vollendete. Doch auch nach dem Seitenwechsel kamen DIE RECKEN zunächst nicht näher. Bis zum 17:22 (38.) blieb der Rückstand bei fünf Treffern.

Dann aber sollte die große Aufholjagd der Niedersachsen beginnen. Evgeni Pevnov verkürzte zum 18:22 und Magdeburgs Piotr Chrapkowski bekam eine Zeitstrafe. Weil bei den RECKEN Ilija Brozovic ebenfalls noch auf der Strafbank saß, hätte es eigentlich fünf gegen fünf weitergehen sollen, doch Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert schickte für Torwart Jannick Green einen zusätzlichen Feldspieler auf die Platte. Diese Maßnahme hatte allerdings nicht die erhoffte Wirkung, denn die RECKEN-Abwehr war jetzt hellwach und eroberte sich zwei Ballgewinne, die Casper Mortensen zum 19:22 und 20:22 ins verwaiste SCM-Tor vollstreckte. „Dies war aus meiner Sicht für uns ein wichtiger Knackpunt. Alle haben plötzlich wieder daran geglaubt, dass für uns noch etwas möglich ist“, stellte Ortega heraus.

Seine Schützlinge blieben jetzt auf dem Gaspedal und hatten die Partie nach zwei Toren durch Fabian Böhm beim 22:22 (43.) nach langer Zeit wieder ausgeglichen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die Gäste zunächst weiter die besseren Karten zu haben schienen, da es DIE RECKEN gleich mehrfach verpassten, in Führung zu gehen. „Da haben wir mehrere Chancen verstreichen lassen, normalerweise rächt sich das“, wusste auch Ortega.

Aber Magdeburg machte den Sack nicht endgültig zu und ließ beim Spielstand von 26:28 (51.) die Chance auf die Entscheidung verstreichen. Stattdessen glichen Torge Johannsen und Evgeni Pevnov die Begegnung erneut aus und nach einer weiteren Parade von Martin Ziemer, besorgte Fabian Böhm die 29:28 Führung (55.), die erste seit dem 4:2 aus der Anfangsphase.
Die 3.709 Zuschauer hielt es längst nicht mehr auf ihren Sitzen. Damgaard glich zunächst zum 29:29 aus, doch im nächsten RECKEN-Angriff holte Morten Olsen einen Siebenmeter plus progressiver Bestrafung gegen Magdeburgs Zeljko Musa heraus. Casper Mortensen, der am heutigen Tag viel Verantwortung übernahm, überwand seinen Nationalmannschaftskollegen Jannick Green zum 30:29.

Magdeburg brachte in Unterzahl erneut den sechsten Feldspieler, doch Robert Weber verfehlte das RECKEN-Gehäuse und so hatten die Niedersachsen urplötzlich die Chance, die Partie zu entscheiden. Dieses Mal tankte sich Mait Patrail durch und holte einen Siebenmeter heraus, den Mortensen (diesmal gegen Dario Quenstedt) ebenfalls sicher zum 31:29 verwandelte.

Wieder brachte Damgaard die Gäste mit einem Rückraumhammer heran, doch DIE RECKEN spielten den nächsten Angriff konzentriert aus und profitierten dabei auch von einer Strafzeit gegen die Magdeburger Bank. Mait Patrail bediente dann Torge Johannsen und dieser markierte 70 Sekunden vor Schluss mit seinem sechsten Treffer das 32:30.

Die Gäste gingen jetzt auf den schnellen Treffer und konnten sich einen Siebenmeter plus Zeitstrafe gegen Fabian Böhm erarbeiteten. Nachdem Martin Ziemer zuvor schon gegen Robert Weber einen Strafwurf parieren konnte, wehrte der RECKEN-Schlussmann auch den Wurf von Matthias Musche ab und brachte den fünften Sieg im fünften Saisonspiel dadurch endgültig in trockene Tücher.

„Wir haben uns im Spielverlauf immer mehr gesteigert und am Ende auch das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite gehabt. Das braucht man aber auch, wenn man so enge Spiele gewinnen will“, freute sich Ortega über zwei weitere Punkte auf der Habenseite und der erfolgreichen Verteidigung der Tabellenführung.

Einen starken Eindruck hinteließ diesmal auch Torge Johannsen, der von Beginn im Spiel war und sechs Treffer erzielte.

TSV Hannover-Burgdorf:  Ziemer, Semisch – Mortensen (9/5), Johannsen (6), Häfner (4), Böhm (4), Brozovic (3), Pevnov (2), Kárason (2/1), Patrail (1), Olsen (1), Kalafut, Christophersen, Kastening, Büchner. (RECKEN)

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Die RECKEN bleiben weiterhin Spitzenreiter

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