Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Große Aufgabe für DIE RECKEN gegen THW Kiel

Bürkle-Team hofft auf Überraschung in der TUI Arena

Knapp zwei Wochen nach dem letzten Spiel in Wetzlar fliegt der Handball am kommenden Sonntag wieder beim Bundesligisten  TSV Hannover-Burgdorf. Mit dem THW Kiel stellt sich dann um 15 Uhr kein geringerer als der Deutsche Rekordmeister in der TUI Arena vor. Wenngleich die Aufgabe gegen die dominierende Mannschaft der vergangenen 15 Jahre als überaus anspruchsvoll angesehen werden darf, hoffen DIE RECKEN vor heimischem Publikum auf eine Überraschung gegen den Favoriten aus dem hohen Norden. „Es ist klar, dass wir sehr gut spielen müssen, wenn wir gegen den THW gewinnen wollen“, ist sich Trainer Jens Bürkle jedoch auch der dafür notwendigen Topleistung bewusst.

Begründen lässt sich die Hoffnung dabei unter anderem auf das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Niedersachsen und den Schleswig-Holsteinern. Speziell das Heimspiel der abgelaufen Saison – fast auf den Tag genau vor einem Jahr – dürfte den damals 9900 frenetischen Zuschauern noch nachhaltig in Erinnerung sein. Stark ersatzgeschwächt, aber mit großem Kampfgeist ausgestattet brachten DIE RECKEN die favorisierten Kieler an den Rand einer Niederlage, ehe zwei THW-Treffer in der letzten Minute noch den glücklichen 30:30-Ausgleich besorgten.

Genau auf die in diesem Spiel an den Tag gelegten Tugenden wird es auch diesmal wieder ankommen, um die mit internationalen Topspielern besetzte Spitzenmannschaft wie bei der knappen 26:27-Hinspielniederlage in Kiel in Bedrängnis zu bringen. Während die zuletzt gezeigte Angriffsleistung als durchaus ordentlich zu betrachten ist, muss vor allem die Defensive wieder zur in dieser Saison bereits unter Beweis gestellten Stabilität finden – vor allem angesichts des Kieler Kaders. „Wir konnten die Länderspielpause nutzen, um uns in der Abwehrarbeit zu verbessern“, gibt sich RECKEN-Trainer Bürkle zuversichtlich.

Mit Domagoj Duvnjak hat der THW einen für die Wahl zum Welthandballer nominierten Spieler in den eigenen Reihen, der ein Spiel im Alleingang entscheiden kann und dessen Kreise es einzuengen gilt – wenngleich dessen Einsatz fraglich erscheint. Mit Spielern wie den jungen Toptalenten Nikola Bilyk und Lukas Nilsson oder den erfahrenen Marko Vujin, Christian Zeitz sowie dem wiedergenesenen Steffen Weinhold verfügt die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason zudem über ausreichend Feuerkraft und Durchsetzungsvermögen aus dem Rückraum, zumal Patrick Wiencek und Rene Toft Hansen am Kreis für entsprechende Räume für die Nebenleute sorgen. „Die jungen Spieler des THW können in Zukunft eine neue Ära prägen. Sie zeigen bereits jetzt ihre internationale Klasse“, zeigt sich auch Bürkle beeindruckt.

Doch auch der RECKEN-Angriff muss die eigene Fehleranzahl und unvorbereitete Würfe gegen die oftmals offensiv ausgerichtete THW-Abwehr um die beiden Weltklassetorhüter Niklas Landin und Andreas Wolff minimieren, um Ballverluste zu vermeiden und dadurch den gefürchteten Gegenstoß des Rekordmeisters zu unterbinden. Als nicht nachteilig erweisen dürfte sich in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Kiel erst am vergangenen Mittwoch im Champions League-Achtelfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen (24:25) über die volle Spielzeit maximal gefordert wurde. Da der THW diese Zusatzbelastung der durch den internationalen Wettbewerb nahezu durchgängigen ‚Englischen Wochen‘ allerdings seit Jahren gewohnt ist, dürfte der daraus resultierende „Vorteil“ dennoch als gering einzustufen sein, zumal das Gislason-Team nach der knappen Niederlage unter der Woche sicherlich in die Erfolgsspur zurückkehren will.

Viel entscheidender wird für das Bürkle-Team die gewohnt lautstarke Unterstützung des RECKEN-Publikums sein. Welche zusätzliche Energie die bis rund 9400 Zuschauer bei den Akteuren auf dem Spielfeld hervorrufen kann, wurde nicht nur in der vergangenen Saison gegen Kiel deutlich. Unabhängig von der personellen Situation kann eine Überraschung nur mit Hilfe des ‚achten Manns‘ gelingen. Kai Häfner & Co. werden daher alles in die Waagschale werfen, um den Favoriten aus dem hohen Norden möglichst lange zu ärgern und sich so bis zur letzten Minute die Chance auf einen Punktgewinn offen zu halten. „Das Spiel gegen Kiel wird natürlich eine Riesenherausforderung“, so Bürkle. „Dennoch ist unser Antrieb hoch, den THW zu ärgern. Die Vorfreude auf diese schöne Aufgabe ist sehr groß.“ Eventuell gibt der lange verletzte Kapitän Torge Johannsen sein Debüt vor eigenem Publikum. Die Aussichten noch Karten für die Partie zu bekommen stehen ganz gut, ansonsten kann man im Livestream von Sport1 die Partie miterleben. (DIE RECKEN).

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