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Aktuelles

Stellungsnahme des Aktionskreises Einkaufsstadt Burgdorf

Innerstädtische Straßenführung in Burgdorf

Stellungnahme des Aktionskreis Einkaufstadt Burgdorf zur innerstädtischen Straßenführung und insbesondere zu Bestrebungen, den vermehrten Verkehr auf dem Schützenweg durch ein Linksabbiegeverbot  aus dem Schützenweg auf die Marktstraße zu verringern

 

Der AKEB hat auf seiner Vorstandsitzungen am Donnerstag, den 2.Febr. 2017, und Montag, den 13.3.2017, einstimmig beschlossen, dass ein Linksabbiegeverbot aus dem Schützenweg auf die Marktstraße seitens des AKEB nicht zu befürworten ist. Ein derartiges Abbiegeverbot würde nach Meinung des AKEB einer eigentlich von allen Beteiligten gewünschten Belebung der Innenstadt zuwiderlaufen, weil die Unübersichtlichkeit der innerstädtischen Verkehrsführung südlich der Marktstraße - obwohl eigentlich kaum noch möglich -  nochmals erhöht würde und weil zweitens die Attraktivität des Schützenplatzes als zentraler Parkplatz Einbußen erleiden würde.

 

Die übermäßige Belastung des Schützenweges resultiert zum großen Teil  daraus, dass er durch Sperrung der Postraße, des Spittaplatzes und des Rewe-Parkplatzes zur einzig verbliebenen Zufahrt aus südlicher Richtung in die mittlere und untere Marktstraße geworden ist. Die übermäßige Belastung ist also allein das Ergebnis einer gewollten, aber leider völlig unübersichtlichen und damit eigentlich einer schon jetzt unakzeptablen Verkehrsführung.

 

Zum Beispiel: Ein Autofahrer, der nach einem Besuch einer Arztpraxis in der Schlosstr., des Amtsgerichts, des Schlosses, der Löwen-Apotheke etc. über die Marktstraße nach Heeßel oder in die südliche Weststadt oder über Röddensen zur Autobahn nach Lehrte will, muss jetzt nach links in die westliche Schlossstr, nach rechts über den Spittaplatz, nach rechts in die Louisenstr., nach rechts in die Poststraße, dann nach links in die östliche Schlossstraße fahren , um links über den Schützenweg und links über die Marktstraße die Innenstadt in westlicher Richtung zu verlassen. Mit anderen Worten: Er fährt einmal fast im Kreis und dann um drei Ecken, um die Marktstraße, die er ganz zu Anfang am Spittaplatz in fünfzig Meter Entfernung sieht, zu erreichen. Ein möglicher Investor für das ehedem von C&A genutzte Gebäude wird sich von dieser Verkehrsführung nur schwer begeistern lassen.

 

Und nun wollte der Beschlussantrag, dass dies Problem noch einmal verschärft wird, dass der Autofahrer, der seine Irrfahrt, die er bisher nur über westliche Schlossstraße, Spittaplatz, Louisenstraße, Poststraße, östliche Schlossstraße, Schützenweg begonnen hat, dann noch über obere Marktstraße, Vor dem Celler Tor, Gartenstraße, Theodorstraße, Bahnhofstraße fortsetzt. Rat und Verwaltung haben erkennen lassen, dass sie den Irrweg eines Linksabbiegeverbotes aus dem Schützenweg zur Zeit glücklicherweise nicht weiter verfolgen wollen. Der AKEB möchte aber darüber hinaus die Unübersichtlichkeit der Verkehrsführung in der Innenstadt südlich der Markstraße grundsätzlicher aufgehoben wissen.

 

 

Was schlägt der AKEB daher  stattdessen vor?

 

Der Vorstand des AKEB ist, wie anfangs schon geschrieben, der einhelligen Auffassung, dass durch die  komplizierte Verkehrsführung im Altstadtbereich südlich der Markstraße durch die Absperrung des Spittaplatzes und den Einbahnstraßen-Pfropfen in der Poststraße zwar das hehre Ziel einer Verkehrsberuhigung verfolgt wurde, tatsächlich aber vor allem nur ein Verlust der Attraktivität und Vitalität dieses Bereiches erreicht wurde. Das gehäufte Auftreten von Leerständen von Ladenlokalen in diesem Bereich ist ein Indiz dafür. Denn nach wie vor gilt: Geschäfte, deren Erreichbarkeit mit dem Auto eingeschränkt ist, haben es mit dem Überleben besonders schwer.

 

Der AKEB schlägt deshalb vor, den Spittaplatz zumindest als Abfahrt in die Marktstraße wieder zu öffnen und die Einbahnstraßen-Regelung in der Poststraße aufzuheben.

 

Als begleitende, den Verkehr beruhigende Maßnahme schlägt der AKEB wie bisher weiterhin vor, die Querungsmöglichkeiten für die Fußgänger in Marktstr., Post- und Braunschweiger Straße z.B. durch mehr Zebrastreifen zu verbessern.  Der geplante Zebrastreifen eingangs der westlichen Markstraße ist ein erster Schritt, aber eben nur ein erster Schritt, in die richtige Richtung.

 

Zudem weiß sich der AKEB im Einklang mit vielen Verkehrsforschern, dass 20iger und 30iger Geschwindigkeitszonen nur dann sinnvoll sind, wenn sie durch mahnenden Lichtzeichen (Sie fahren ... ) oder mit häufigen Geschwindigkeitskontrollen verbunden werden. Auch für diese Maßnahmen würde sich der AKEB im Sinne einer effektiven Verkehrsberuhigung einsetzen.

 

Denn, um es wieder einmal zu betonen, der Aktionskreis möchte nicht, dass die Innenstadt allein nach den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausgerichtet wird, sondern möchte sich für ein partnerschaftliches Nebeneinander von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern im innerstädtischen Verkehr einsetzen. Die Umleitung von Autofahrern durch Einbahnstraßen, Pfropfen, sinnfreie Fußgängerzonen, Abbiegeverbote aber sorgt nie für Verkehrsberuhigung sondern nur für zwangsläufig mehr Verkehr, siehe Schützenweg,  in den anliegenden anderen Straßen. Man kann eine wunderbare Innenstadt auch ganz wunderbar kompliziert gestalten, nur sollte man das zum Überleben dieser Innenstadt nicht tun.

 

 

 

Ulrich Wegener

Sprecher des Vorstands des AKEB

 

 

 

Burgdorf, 16. 03. 2017

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