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Handball - Die Recken

Final Four-Traum ist wieder einmal geplatzt

DIE RECKEN unterliegen Leipzig im DHB-Pokal-Viertelfinale mit 24:28

Auch im sechsten Versuch scheiterte Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf im Viertelfinale und verpasste damit erneut das Final-Four in Hamburg. Beim SC DHfK Leipzig mussten sich die Schützlinge von Trainer Jens Bürkle mit 24:28 (13:14) geschlagen geben. Die Hoffnungen waren groß, doch es sollte am Ende nicht für die Realisierung des Traums reichen. Ohne Csaba Szücs und Kapitän Torge Johannsen, aber dafür mit den angeschlagenen Mait Patrail, Kai Häfner und Fabian Böhm angetreten, waren die TSVer in Leipzig bis zur 45. Minute ein gleichwertiger Gegner. „Leipzig hat in der entscheidenden Phase weniger Fehler gemacht", analysierte Jens Bürkle im Anschluss. „Ein großes Lob geht an unsere Fans, die uns fantastisch unterstützt haben. Wir werden im nächsten Jahr wieder versuchen, das Final Four zu erreichen."

In den ersten 30 Minuten hielten die Burgdorfer ihre Fehler im Angriff in erträglichen Grenzen. Leipzig erwischte den besseren Start in die Partie. Zwar konnten DIE RECKEN die schnelle 1:0- und 2:1-Führung umgehend ausgleichen, danach jedoch erspielte sich der SC DHfK zunächst Vorteile. Zu wenig Bewegung im Angriff und unvorbereitete Abschlüsse ermöglichten den Sachsen drei schnelle Treffer zum 5:2 (7. Minute). Erst danach fand das Bürkle-Team langsam in die Begegnung. Gestützt durch einen erhöhten Offensivdruck verkürzten Niedersachsens Spitzenhandballer zunächst auf 4:5 (11.), ehe Timo Kastening und Fabian Böhm beim 7:6 (15.) für die erste RECKEN-Führung sorgten und Leipzig-Trainer Christian Prokop zu seiner ersten Auszeit zwangen.

Von da an entwickelte sich ein Spiel auf absoluter Augenhöhe, in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte. Bis zum 10:9 (21.) legten DIE RECKEN durchgängig ein Tor vor, Leipzig gelang jeweils umgehend der Ausgleich. Eine fünfminütige Offensivflaute des Bürkle-Teams nutzte der SC DHfK, um seinerseits beim 11:10 (26.) wieder die Führung zu übernehmen und bis zum 14:13-Halbzeitstand stets einen Treffer vorzulegen. Erschwerend kam zu diesem Zeitpunkt für DIE RECKEN hinzu, dass mit Lars Lehnhoff und Mait Patrail im Laufe der ersten Halbzeit bereits zwei Spieler vorübergehend ausschieden.

Ähnlich wie in den ersten 30 Minuten kamen die Gastgeber in Hälfte zwei besser aus den Startlöchern. Während das Bürkle-Team offensiv häufig mit zu statischen Aktionen scheiterte, zog Leipzig das Tempo an und legte beim 19:16 (40.) wie zu Beginn der Partie drei Treffer vor. Eine Auszeit von Jens Bürkle und die Hinzunahme des siebten Feldspielers hielt DIE RECKEN jedoch im Spiel. Rúnar Kárason markierte für seine Farben mit zwei Treffern wieder den Anschluss, obwohl der Ausgleich nicht gelingen sollte. So ließen die Gäste beim Stand von 20:21 (45.) aus ihrer Sicht innerhalb eines Angriffs gleich drei Torchancen zum möglichen Gleichstand ungenutzt, was Leipzig seinerseits in Form Andreas Rojewski und Aivis Jurdzs zum 23:20 (49.) bestrafte. Die Fehlerquote war vorn einfach zu hoch, immerhin gab es nach der Pause 15 Fehlwürfe, vor dem Seitenwechsel derer nur sechs.

Trotz folgender Unterzahl schürten DIE RECKEN mit guten Defensivaktionen und einem Treffer von Fabian Böhm die Hoffnung, doch noch die Wende zu schaffen. Christoph Steinert sowie Lukas Binder und Milos Putera (jeweils ins verwaiste RECKEN-Gehäuse) zerstörten diese jedoch innerhalb weniger Minuten zum 26:21 (55.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Leipzig schließlich drei Minuten vor Schluss mit einem Rojewski-Tor zum 27:22. Am Ende hieß es 28:24 für die Sachsen, was den Traum der RECKEN vom Final Four in Hamburg auch in dieser Saison platzen ließ. Dafür erreichten die Leipziger zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Final-Four in Hamburg vor 4028 Besuchern. Bester Werfer der Gastgeber war Niclas Pieczkowski mit sieben Treffern. Entscheidend war auch die Maßnahme von DHfK-Trainer Christian Prokop in der 21. Minute seinen Torwart Jens Vortmann  gegen Milos Putera zu wechseln. Putera wurde mit seinen tollen Paraden letztlich zu einem der Matchwinner. Bei der TSVern blieben Kai Häfner, Mait Patrail und Sven-Sören Christophersen ebenso ohne jeden Treffer wie Joakim Hykkerud.

Die Tore der TSV Hannover-Burgdorf erzielten Fabian Böhm (5), Lars Lehnhoff (4/2), Runar Karason (3), Timo Kastening (3), Casper Mortensen (3), Erik Schmidt (3), Morten Olsen (2) und Dominik Kalafut (1).

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Final Four-Traum ist wieder einmal geplatzt

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