Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Wir müssen besser verteidigen

TSV Hannover-Burgdorf steht gegen MT Melsungen vor einer schweren Aufgabe

Exakt eine Woche, nachdem die fünf Spiele andauernde Siegesserie dea Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf beim amtierenden Deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen endete, will die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle in die Erfolgsspur zurückfinden. Mit dem Tabellenvierten der abgelaufenen Saison und EHF Cup-Teilnehmer MT Melsungen wird die Aufgabe am Sonnabend, 10. Dezember, von 19 Uhr an  in der Swiss Life Hall allerdings nicht minder schwierig. „Melsungen ist eine Topmannschaft der Liga. Das aktuelle Tabellenbild ist weder aussagekräftig noch spielt es eine Rolle“, warnt Bürkle und lässt sich vom derzeitigen zwölften Rang der Nordhessen (10:18 Punkte) nicht blenden.

Nach Jahren der kontinuierlichen Weiterentwicklung, in denen man sich von Platz 13 ausgehend seit der Saison 2010/11 sukzessive nach oben arbeiten konnte, startete Melsungen mit großen Ambitionen in die neue Spielzeit. So kann Trainer Michael Roth auf einen eingespielten Stammkader zurückgreifen, in dem lediglich punktuell Anpassungen vorgenommen wurden. Drei Abgängen (Jan Forstbauer, Malte Schröder und Christian Hildebrand) stehen mit Gabor Langhans (TuS N-Lübbecke), Arjan Haenen (TBV Lemgo), Maurice Paske (2. Mannschaft) und Johannes Golla (eigene Jugend) vier Neuzugänge gegenüber. Zudem sorgt die erst im Verlauf der Saison erfolgte Verpflichtung des Esten Dener Jaanimaa (THW Kiel) für noch mehr Variabilität im Rückraum der Nordhessen.

Dabei setzt Michael Roth auf eine körperlich sehr robuste Mannschaft, welche die Grundlage für die starke 6:0-Abwehr bildet, hinter der der Schwede Johan Sjöstrand den notwendigen Rückhalt zwischen den Pfosten bietet. Von der stabilen Defensive profitieren dabei vor allem die beiden schnellen Außen Michael Allendorf (45/18 Tore) und der bisherige Bundesliga-Toptorschütze Johannes Sellin (95/29). Mit den Müller-Zwillingen, Momir Rnic und Timm Schneider verfügt Melsungen zudem offensiv über die erforderliche Zweikampfstärke und Feuerkraft aus dem Rückraum, während der wieder genesene Ex-Flensburger Patrik Fahlgren für die nötige Spielfähigkeit und Übersicht im MT-Spiel sorgt. Hinzu kommen mit dem defensivstarken Felix Danner und dem kroatischen Nationalspieler Marino Maric zwei Akteure, die sich mit ihren Stärken am Kreis sehr gut ergänzen.

Dennoch gleicht die Saison der MT Melsungen bislang einer Achterbahnfahrt. Nach zum Saisonstart überraschenden Niederlagen gegen die beiden Aufsteiger Coburg und Erlangen sowie einem 26:30 gegen die Rhein-Neckar Löwen fand sich das Roth-Team zunächst mit 0:6 Punkten am Tabellenende wieder. Erfolge gegen den VfL Gummersbach und Frisch Auf! Göppingen ließen das vorhandene Potenzial in der Folge trotz Niederlagen in Flensburg und Leipzig aufblitzen, was drei Sieg in Folge und das Aufbessern des Punktekontos auf 10:10 Zähler bestätigten. Für erneute Rückschläge sorgten zuletzt jedoch vier Niederlagen in Folge, wobei speziell die Misserfolge in Balingen und im Hessenderby gegen Wetzlar schmerzten. Beim Auswärtsspiel am Mittwoch in Berlin dominierte Melsungen das Spiel dann eine Halbzeit lang, gab eine 18:14-Führung nach der Pause jedoch noch aus der Hand und unterlag am Ende unglücklich mit 33:31, wobei in der Schlusspahse noch zwei Siebenmeter verwerfen wurden.

Nicht nur deshalb gibt es auf Seiten der RECKEN keinerlei Grund, die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen. Zu stark ist der Kader der MT besetzt, zumal die Nordhessen alles daran setzen werden, um sich in der Tabelle wieder in die oberen Regionen zu kämpfen. „Sportlich hat die MT Melsungen ganz viel Qualität“, hält Bürkle fest. Als entscheidendes Kriterium sieht der Trainer dabei die Defensive in Verbindung mit dem Tempospiel an. Bürkle fordert: „Entscheidend wird die Geschwindigkeit sein. Wir müssen schneller als Melsungen sein.“

Mut machen dürften dem Bürkle-Team dabei die beiden Aufeinandertreffen in der abgelaufenen Saison. So gelang DEN RECKEN als einziges Team der Liga, lediglich einen Zähler an Melsungen abtreten zu müssen. Einem 24:24-Unentschieden vor heimischem Publikum ließen die Niedersachsen einen Tag vor Weihnachten einen überraschenden 28:25-Erfolg in Nordhessen folgen. Bis auf den weiterhin verletzten Csaba Szücs kann Bürkle seine beste Formation aufbieten.

Es werden über 3700 Zuschauer erwartet. Tickets gibt es noch im Online-Ticket-Shop und an der Abendkasse. Zudem wird die Partie erneut unter www.die-recken.de im Livestream im Computer übertragen. Der Stream geht ab 18.45 Uhr auf Sendung. (RECKEN)

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