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Aktuelles

Autofreie Innenstadt

IHK: Vision vom Crash

Die IHK Hannover fordert Kommunalpolitik und Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover auf, sich deutlich und dauerhaft zu einer hochwertigen Erreichbarkeit der Innenstadt mit allen Verkehrsträgern zu bekennen. "Der von der SPD ins Gespräch gebrachte Vorschlag einer autofreien Innenstadt ist auf absehbare Sicht eine Crash-Vision für Einzelhandel und Dienstleister in der City und nicht diskussionsfähig," so Christian Bebek, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover.

 

"Die Innenstadt Hannovers ist in erster Linie Handels- und Dienstleistungsstandort, dessen Existenzfähigkeit von einer guten Erreichbarkeit abhängt?, so Bebek. Ein erheblicher Teil der Kunden wolle mit dem Pkw in die Stadt fahren und werde durch restriktive Maßnahmen bestenfalls in andere Handelsstandorte oder in den Online-Handel abgedrängt.

 

Im Zweifel würde dies zu weiteren Fahrten und mehr Lieferverkehr an anderer Stelle führen und somit mehr, statt weniger CO2 produzieren. Für den Klimaschutz sei so nichts zu gewinnen, fasst Bebek zusammen. Die hannoversche Umwelt- und Verkehrssituation sei kaum mit der in Städten wie London oder Paris zu vergleichen, wo solch drastische Maßnahmen vielleicht nachvollziehbar seien. Diese Städte haben eine andere Größenordnung und Topographie und damit andere Probleme.

 

Darüber hinaus blende der Vorschlag völlig aus, so Bebek, dass die Industrie mit Hochdruck an neuen Antriebstechnologien und Kraftstoffen arbeite, die die Mobilität in den kommenden Jahren vollständig verändern und wesentlich umweltfreundlicher machen werden. Auch E-Mobilität sei letztlich aber individuelle Mobilität, die Verkehrsraum und Infrastruktur brauche.

 

Die Ziele städtischer Verkehrspolitik müssen vor diesem Hintergrund neu justiert werden. Die Aussagen der SPD lassen jede Verantwortung für die Region vermissen, deren Standortqualität von einer guten und uneingeschränkten Erreichbarkeit zentraler Einrichtungen in der Landeshauptstadt abhänge.

 

"Besonders bedauerlich ist" so Christian Bebek, ?dass ein so sensibles Thema lanciert wird, ohne vorher ein Wort mit den betroffenen Gewerbetreibenden und Immobilieneigentümern in der Stadt zu sprechen." Der angekündigte Versuch, gemeinsam mit den Bürgern tragbare Zukunftsperspektiven für die Stadt zu entwickeln und das Machbare herauszuarbeiten, werde so nicht gerade befördert. Das Vorgehen verunsichere alle Beteiligten, und es sei klar, dass langfristige Investitionspläne in der Innenstadt sofort mit einem Fragezeichen versehen werden.

 

Pressekontakt

Stefan Noort

Telefon (0511) 3107-231

noort@hannover.ihk.de

 

Quellennachweis:

URL: http://www.hannover.ihk.de

Pfad: IHK Hannover > Presse > Aktuelle Pressemeldungen > Pressemeldungen 2014

Druckdatum: 24.05.2014

 

 

 

 

 

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