Ihr Weg nach Burgdorf

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Aktuelles

Verbraucher haben das Wort

Christine Gross berichtet.

Oberstes Ziel sollte sein, die einheimischen Bauern zu unterstützen

Burgdorf sieht sich als fortschrittliche Einkaufsstadt, die ihren Bürgern vieles zu bieten hat, und Freude am Einkaufen, sowie Sicherheit im Straßenverkehr und in der Parkmöglichkeit schafft. Wir vom AKTIONSKREIS EINKAUFSSTADT BURGDORF e.V. interessieren uns für die Bürgermeinungen. Ist Burgdorf wirklich einkaufsfreundlich? Welche Möglichkeiten bieten die Händler und die Stadt den Bürgern, um zufrieden ihre Einkäufe erledigen zu können? Bürgermeinungen sind uns wichtig... Heute hat unsere AKTIONSKREIS-EINKAUFSSTADT-BURGDORF-Reporterin Christine Gross die 46jährige Hülptingserin Michaela Kohlhardt über ihre Eindrücke befragt:


AKTIONSKREIS EINKAUFSSTADT BURGDORF: Frau Kohlhardt, Burgdorf empfindet sich als moderne und gemütliche Stadt, in der Leben statt findet. Wie sehen Sie das? Sind Sie zum Einkaufen sehr gerne in Burgdorf unterwegs?

Michaela Kohlhardt:   JA!! Auf jeden Fall.


Wo in Burgdorf gehen Sie denn am häufigsten einkaufen?

In den Supermärkten LIDL oder Edeka.


Besuchen Sie auch gelegentlich den Wochenmarkt?

Oh, ja. Da gehe ich sehr gerne und häufig hin, weil ich der Meinung bin, man sollte die Landwirte hier auch mehr unterstützen, und weil ich die Frische der Ware hier so schätze.


Welche Bedeutung hat der Wochenmarkt für Sie?
Also, ich finde ihn total wichtig, weil ich ein Freund von Landwirtschaft bin. Und ich finde dieses Ambiente vom Markt gehört nach Burgdorf. Mir gefällt diese Gemütlichkeit, dieses Familiäre. Ich finde, ein Wochenmarkt ist super wichtig.


Ist für Sie das Preisverhältnis der Ware auf dem Markt in Ordnung?
Natürlich kostet das immer etwas mehr, als wenn man im Einzelhandel oder im Supermarkt einkauft, aber das ist ja auch gerechtfertigt. Schließlich wird das alles mühsam selber angebaut und geerntet, und wie gesagt: die Qualität der Ware ist top. Also, das ist in Ordnung – damit kann ich umgehen.


Haben Sie auf dem Wochenmarkt spezielle Anbieter, wo Sie schon Stammkundin sind?
Ja. Der Fischhändler zum Beispiel. Das Gemüse und andere Dinge kaufe ich mal da und mal da.


Sie sind vermutlich Fleischesser? Wie halten Sie das mit dem Einkauf vom Fleisch?
Ja, ich esse Fleisch, aber mein Fleischkonsum ist in den letzten Jahren sehr zurück gegangen.

 

Wo kaufen Sie das Fleisch denn vorwiegend ein?
Ich kaufe fast ausschließlich auf dem Wochenmarkt, …. und weil ich die Massentierhaltung nicht in Ordnung finde.


Wenn Sie auf dem Wochenmarkt einkaufen, kommt es auch mal vor, dass Sie dort außer Lebensmittel andere Dinge, wie Blumen, Kleidungsstücke usw. an den Ständen einkaufen?
Nein, überhaupt nicht. Weil die Händler, die dort Kleidungsstücke anpreisen, ihre Ware super günstig einkaufen und dann überteuert verkaufen. Häufig handelt es sich um in Asien hergestellte Ware, die unter Kinderarbeit hergestellt wurde. Solche Stände haben meiner Meinung nach auf dem Wochenmarkt nichts zu suchen.


Welche Bedeutung haben für Sie die Lebensmittel aus der Region? Kaufen Sie meist Produkte aus der Umgebung oder können es auch ruhig mal ausländische Artikel sein?
Am allerliebsten kaufe ich Lebensmittel von den heimischen Bauern, weil ich es für wichtig halte,dass unsere Bauern unterstützt werden. Sonst gibt es bald überhaupt keine einheimischen Waren mehr. Und die Einfuhrprodukte sollte man schon meiden, soweit es
geht, weil die Kontrollen dort doch nicht so gut sind, wie hier. Deutsche Qualität ist für mich immer noch die beste Qualität.


Der Wochenmarkt findet jeden Mittwoch- und Samstagvormittag statt. Ist das so in Ordnung? Oder sollte man daran noch etwas ändern?
Ich denke, das reicht aus. Sicherlich haben Berufstätige Menschen dadurch manchmal Probleme wegen den Zeiten, aber ich denke, wenn der Markt häufiger wäre, dann kämen auch schon wieder organisatorische Probleme für die Landwirte und die Stadtverwaltung auf. Ich selbst habe das Glück, dass ich variable Arbeitszeiten habe, und somit den Markt regelmäßig nutzen kann.


Nehmen Sie sich viel Zeit beim Einkaufen? Schlendern Sie gemütlich umher? Oder gehen Sie zielstrebig dort hin, wo Sie wissen, dass Sie dort die gewünschten Artikel bekommen?
Also für den Markt nehme ich mir gerne etwas Zeit. Ich bummle dann gemütlich durch den Markt und schaue mir gerne immer alles an. Ich will halt auch die Atmosphäre genießen. In den Supermärkten ist es andern: da nehme ich nur schnell das, was ich brauche und fahre wieder nach Hause.


Wie bewegen Sie sich vorzugsweise, wenn Sie in Burgdorf einkaufen möchten?Mit dem Bus, mit dem Auto, mit dem Fahrrad...?
Ich habe gar kein Auto, deshalb gehe ich meist zu Fuß oder fahre mit dem Fahrrad von Hülptingsen hierher.

 

Wie sicher fühlen Sie sich als Fahrradfahrer im Straßenverkehr hier in Burgdorf?
Es könnte auf jeden Fall ein bisschen besser geregelt werden mit den Fahrradwegen. Man muss ständig die Fahrspur wechseln: mal auf die Straße, mal mit den Fußgängern auf dem Fußweg und so. Das ist ziemlich dumm geregelt. Da waren wieder Theoretiker am
Werk, als diese Regelung verankert wurde. Der Schutzstreifen ist eher unsinnig und vermittelt überhaupt keine Sicherheit.

 

Wenn Sie Ihr Fahrrad in Burgdorf abstellen – haben Sie das Gefühl, dass Ihr Fahrrad sicher aufgehoben ist?
Es kommt ganz darauf an, wo man das Rad abstellt. Direkt am Bahnhof sollte es auf keinen Fall am Wochenende stehen bleiben, weil dann schnell mal ein paar Teile am Rad fehlen... oder es ist sogar leicht verbogen.


Hatten Sie denn schon schlechte Erfahrungen diesbezüglich? Erstatten Sie dann Anzeige, wenn so etwas passiert?
Nein. Das macht für mich keinen Sinn, denn die Schuldigen findet man eh nicht, und ersetzt kriegt man den Schaden ja auch nicht.


Ab Frühjahr findet auch wieder der Pferdemarkt statt. Sind Sie auch ein steter Besucher des Pferdemarktes?
Nein. Also, eigentlich ist es in Ordnung, dass es den Pferdemarkt gibt, aber ich finde es schrecklich, unter welchen Voraussetzungen die Tiere dort angepriesen und gehalten werden. Das ist dann meist wirklich tierschutzwidrig und keineswegs mehr vertretbar.
Schlimm sind die viel zu kleinen Käfige... und wenn man so sieht, wie die Esel und die anderen Tiere zur Belustigung der Menschen gehalten werden.Da müsste man wirklich dagegen angehen und das unterbinden. Schade dass da vonseiten der Burgdorfer Behörden nichts unternommen wird.

 

 

 


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