Ihr Weg nach Burgdorf

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Aktuelles

Wir achten besonders auf frische Waren und gute Qualität

Christine Gross im Gespräch mit B. Cerro vom Fortore

Der Stress in der heutigen Zeit wird immer größer. Die Menschen brauchen vor allem abends und am Wochenende Entspannung und Gemütlichkeit. Viele gehen deshalb gern Essen. Burgdorf hat mit zahlreichen Restaurants und Cafés eine interessante Auswahl. Christine Gross, Reporterin des AKTIONSKREISES EINKAUFSSTADT BURGDORF, stellt die Inhaber und ihre Geschäfte vor. Lesen Sie heute ein Gespräch mit B. Cerro, Inhaber des italienischen Restaurants Fortore in der Marktstraße 26.

 

 

AKTIONSKREIS EINKAUFSSTADT BURGDORF: Herr Cerro, viele Besucher bewerten Ihr Restaurant im Internet mit einer hohen Punktzahl. Ihre Speisekarte ist sehr vielseitig, die Gäste haben die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Fleisch- und Fischgerichten. Aber immer mehr Menschen ernähren sich vegetarisch oder sogar vegan. Haben Sie auch für diese Gäste spezielle Menüs in petto?

B. Cerro: Auf jeden Fall. Wir haben mehrere spezielle vegetarische Menüs auf unserer Karte.

Fragen viele Gäste nach vegetarischem Essen?

 

Ja, sehr häufig machen das junge Mädchen und junge Damen.

 

Junge Mädchen? Das ist ja interessant.


 

Wenn ich zum Beispiel an einen Tisch gehe, an dem eine Gruppe junger Mädchen sitzt, dann sind mindestens vier von zehn Mädchen Vegetarier. Wir machen zum Beispiel Gnocchi Gorgonzola oder eigentlich auch alles vegetarisch, was gewünscht wird - auch wenn das nicht gesondert in der Speisekarte steht.

 

Bedeutet das, dass Sie auf Wunsch aus einem Fleischgericht ein vegetarisches Gericht zaubern?

 

Natürlich versuchen wir alle Wünsche unserer Gäste zu erfüllen.

Beispielsweise haben wir Weihnachts- und Silvestermenüs – da gibt es immer drei Menüs zur Auswahl. E i n Menü ist immer vegetarisch.

 

Wie halten Sie es persönlich mit der fleischlosen Ernährung?

 

Meine Freundin und ich haben Anfang des Jahres fleischlos gegessen. Aber ich muss sagen, mir persönlich fehlt dabei ein bisschen Lebensqualität. Ich habe viele Videos im Internet gesehen, die zeigen, wie schlecht viele Tiere behandelt werden. Da habe ich es einfach nicht mehr geschafft, Fleisch zu essen - ehrlich gesagt, mir wurde übel. Aber für mich als Italiener bedeuten ein schönes Stück Salami oder ein schönes Stück Schinken Lebensqualität. Und das fehlt dann doch irgendwann. Oder wenn man in Italien im Urlaub ist, dann müsste man gut 80 Prozent der Speisen weglassen, weil sie nicht vegetarisch sind.

 

Antibiotika und andere chemische Zusätze, welche die Tiere in der Massentierhaltung bei der Fütterung bekommen, gefährden auch die menschliche Gesundheit. Davor schützen sich Vegetarier, weil sie fleischlos leben.

 

Das ist natürlich ein positiver Aspekt, wenn man sich gesundheitlich besser fühlt und auch fitter ist. Der Verzehr von Obst und Gemüse ist eine wichtige Sache bei der Ernährung.

 

Sind Sie sicher, dass das Fleisch, das Sie kaufen, nicht aus Massentierhaltung stammt?

 

Ja, auf jeden Fall! Das wird mit den Händlern alles genau abgesprochen.

 

Bei der Ernährung sollte man möglichst darauf achten, frische regionale Produkte zu verwenden. Woher beziehen Sie Ihr Gemüse und Ihr Fleisch?

 

Hauptsächlich vom Großhandel und auch gelegentlich von der Fleischerei Papenburg aus Otze. Dabei achten wir natürlich auf gute Qualität. Besonders achten wir auf die Frische der Waren, wir kaufen täglich ein. Wenn man für den Mittagstisch aber nur auf regionale Produkte zurückgreifen würde, müsste man die Preise erheblich anziehen. Unser Mittagstisch kostet sieben Euro. Diesen Preis könnten wir keinesfalls halten, wenn wir allein regional einkaufen würden. Wir schauen natürlich darauf, möglichst nur deutsche Waren zu verwenden. Saisonprodukte wie Spargel oder Grünkohl kaufen wir hier bei regionalen Bauern. In Otze ist der Hof Lahmann mein Ansprechpartner, von dem ich viel frisches Gemüse beziehe.

 

Das ist schade. Man könnte die hiesigen Bauern mehr unterstützen, die heutzutage auch um ihre Existenz kämpfen.

 

Das ist richtig. Aber nicht jeder ist dazu bereit, den weitaus höheren Preis für die regionalen Waren zu bezahlen. Der Endkunde erschreckt sich, wenn wir die Preise um einiges erhöhen würden. Das kann dann bald niemand mehr bezahlen.

 

Kaufen Sie gelegentlich auch Gemüse vom Wochenmarkt?

 

Zur Erdbeerzeit lassen wir uns vom Markthändler die frischen Erdbeeren liefern. Auch Spargel oder Blumen beziehen wir hier vom Markt. Auch wenn mir gute Preise für Kartoffeln angeboten werden, nehme ich diese sehr gern.

 

Können Sie sich vorstellen, mit Biobauern aus der Region ins Geschäft zu kommen, um Menüs anzubieten, die ausschließlich aus Bioprodukten bestehen?

 

Natürlich wollen wir auch sehr gern die Biobauern aus der Region unterstützen. Aber das ist auch immer eine Preisfrage. Dort bezahle ich am Ende etwa den doppelten Preis, den ich natürlich an meine Gäste weitergeben müsste. Was ich mir aber gut vorstellen könnte ist, meinetwegen drei Gerichte anzubieten, die ausschließlich mit Bioprodukten aus der Region hergestellt werden. Die Gäste hätten dann die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Angeboten zu wählen. Da müsste man sich vielleicht einmal mit einem Biowarenhändler aus der Region besprechen.

 

Zum Schluss noch eine ganz andere Frage:

Sind in Ihrem Restaurant auch Hunde erlaubt?

 

Ja und das schon seit 30 Jahren. Wir haben selbst auch Hunde. Ich habe mein Leben lang viel mit Tieren zu tun gehabt. Wir versuchen natürlich, die Hundebesitzer nicht direkt an Tischen nebeneinander zu setzen, damit sowohl die Hunde als auch die Gäste den Abend entspannt genießen können.

 

 

 

 

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Wir achten besonders auf frische Waren und gute Qualität

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