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Post Streik, Alternative: CITIPOST

Ihre Briefe können nicht warten? Müssen auch nicht.

Post-Streik: Was ihr jetzt beachten müsst

 

Die Gewerkschaft Verdi macht ihre Drohung war. Nach wochenlangen Warnstreiks treten Paketboten und Briefträger in einen unbefristeten Ausstand. Viele Briefkästen werden leer bleiben. Welche Alternativen gibt es nun?

Millionen Briefe und Pakete werden in den kommenden Tagen wohl wieder verspätet ankommen. Bei der Deutschen Post hat ein unbefristeter Streik begonnen. Die Post habe sich in sechs Verhandlungsrunden keinen Millimeter auf eine Lösung des Konflikts hinbewegt, sondern ein Angebot der Gewerkschaft ignoriert, erklärte Verdi-Vize Andrea Kocsis. "Wir müssen den Druck nun massiv erhöhen." Die Post jedoch sagt, sie lehnen die Forderungen ab, da sie Arbeitsplätze gefährden und keine Wachstumsperspektive bieten.

Nicht in allen Teilen Niedersachsens wird gestreikt. Mit der Postleitzahlen-Suche der Deutschen Post könnt ihr schauen, ob ihr betroffen seid. Dabei solltet ihr aber nach Absender- und auch Empfänger-Postleitzahl suchen.

Tipp: So kommen eure Sendungen rechtzeitig an

Wer darauf angewiesen ist, dass Briefe, Dokumente und Paketsendungen fristgerecht ankommen, muss sich nach Alternativen umsehen, denn die Post selbst übernimmt für die fristgerechte Zustellung keine Garantie. Auch wenn sie versuchen, den Betrieb mit Aushilfskräften oder externen Zustellern aufrecht zu erhalten. Was ihr sonst machen könnt...

Express-Dienst nutzen
Die Post selbst weist auf ihren Expressdienst hin. Der ist vom Poststreik nicht betroffen und liefert garantiert am nächsten Tag fristgerecht aus - allerdings kostet der Expressdienst auch deutlich mehr (ab 11 Euro pro Sendung). Wer also beispielsweise eine Kündigung versendet, sollte den Expressdienst in Erwägung ziehen. Und aus juristischer Sichtgelten Fristen nämlich weiterhin.

Alternative Zustelldienste beauftragen
Vielerorts gibt es auch alternative Zustelldienste. In weiten Teilen Niedersachsens ist zum Beispiel "Citipost" ein Dienst, der deutschlandweit Postsendungen ausliefert. Aber aufgepasst: hier braucht ihr eigene Citipost-Briefmarken, um eure Briefe zu verschicken. Hier geht"s zur Postleitzahlen-Suche von Citipost.

Die privaten Anbieter von Paketlieferdiensten, wie Hermes, UPS, DPD, GLS oder FedEx (usw.) streiken nicht. Die Kollegen von chip.de haben hier eine Übersicht mit den wichtigsten Fakten zu alternativen Paketlieferdienste erstellt. Aber Achtung: DHL ist eine Post-Tochter und wird daher auch bestreikt.

Sendungen selbst abholen
Theoretisch wäre es möglich, eure Sendungen aus den Zustellstützpunkten oder der Basis abzuholen. Allerdings lagern dort so viele Briefe und Pakete, dass die Mitarbeiter vor Ort diese  gar nicht so einfach auffinden könnten.

In der Postfiliale abholen ginge zwar, aber hier landet nur die Post, die nicht zugestellte werden konnte.

Für Briefe Mail-Alternativen nutzen
Wer es noch nicht in der Werbung gesehen hat: DE-Mail ist eine besonders sichere - und noch wichtiger, behördlich anerkannte - E-Mail Form. Dahinter stecken unter anderem die Deutsche Telekom, Web.de, 1&1 und GMX. Nicht alle Unternehmen akzeptieren aber diese Art der Kommunikation. Fragt einfach nach oder schaut in den jeweiligen AGB nach.


Weitere hilfreiche Tipps

Rückgaberecht in Online-Shops
Wenn ihr Dinge im Internet bestellt habt, die ihr wieder zurückschicken wollt, habt ihr oft ein 14-tägiges Rückgaberecht. Laut Anwaltsverein müsst ihr euch trotz Streik keine großen Sorgen machen. Denn solange das Paket innerhalb der 14-Tage aufgegeben wird, gilt die Frist auch als eingehalten. Auch wenn die Rücksendung dann erst später wieder beim Händler ankommt, weil bei der Post gestreikt wird.

Sendungen verfolgen
Wenn ihr die Sendungsnummer eures Pakets habt, könnt ihr diese auch im Internet verfolgen. So könnt ihr direkt sehen, ob euer Paket noch im Verteilerzentrum feststeckt oder schon unterwegs ist. Hier geht"s zur Sendungsverfolgung der Deutschen Post.

Post-Streik: Darum geht es

In dem Tarifkonflikt geht es um Bezahlung und Arbeitszeit für rund 140.000 Beschäftigte. Kern der Auseinandersetzung ist aber der Aufbau von 49 regionalen Gesellschaften für die Paketzustellung. Die dort beschäftigten rund 6.000 Paketboten werden nicht nach dem Haustarif der Post bezahlt, sondern erhalten die oft niedrigeren Löhne der Logistikbranche. Verdi will erreichen, dass sie tariflich unter das Dach der Post zurückkehren. Im Gegenzug wollte die Gewerkschaft für 2015 auf eine lineare Lohnerhöhung verzichten, forderte aber eine Einmalzahlung von 500 Euro und ein Lohnplus von 2,7 Prozent für 2016.

Postbotin

Diese Forderung lehnte die Post ab. Dies leiste keinen Beitrag zur Zukunftssicherung für Mitarbeiter und Unternehmen, begründete Personalchefin Melanie Kreis. Zudem bedeute der Verdi-Vorschlag eine Mehrbelastung von rund 300 Millionen Euro. Das sei "sogar eine spürbare Verschärfung unseres bestehenden Wettbewerbsnachteils", erklärte Kreis. Die Post zahle doppelt so hohe Löhne wie die Wettbewerber.

 

Quelle:

http://www.antenne.com

Fotos: dpa

 

 

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